Züge Nordseehäfen
Videobasierte Erfassung

In mehreren Nordseehäfen haben wir Kamerasysteme installiert, die einfahrende Züge erfassen. Die Videodaten werden durch eine nachgeschaltete Software ausgewertet, um Zugbewegungen zu identifizieren und zu dokumentieren – für mehr Transparenz und Sicherheit im Hafenbetrieb.
Wir haben in mehreren Nordseehäfen videobasierte Erfassungssysteme für einfahrende Züge realisiert. Spezialisierte Kameras überwachen definierte Gleisabschnitte im Hafengebiet, während eine nachgeschaltete Software die Videodaten auswertet und Zugbewegungen automatisch erkennt und dokumentiert. So entstehen mehr Transparenz, nachvollziehbare Abläufe und zusätzliche Sicherheit im kombinierten Bahn‑ und Hafenbetrieb.

Ausgangssituation am Standort
Nordseehäfen sind wichtige Knotenpunkte des Güterverkehrs, an denen Schiene, Straße und Schiff aufeinandertreffen. Täglich fahren zahlreiche Züge mit Containern, Massengütern oder Projektladungen in das Hafenareal ein und wieder aus.
Die Hafenbetreiber standen vor folgenden Herausforderungen:
• Überblick über einfahrende Züge an mehreren, teils räumlich getrennten Zufahrten,
• Nachvollziehbarkeit von Bewegungen und Zeitpunkten im Rahmen interner Prozesse und für Partner,
• Erhöhung der Sicherheit an Bahnübergängen, Schnittstellen zum Straßenverkehr und nahegelegenen Betriebsflächen.
Bisherige Informationen stützten sich teilweise auf manuelle Meldungen und organisatorische Prozesse. Eine lückenlose, bildbasierte Dokumentation der einfahrenden Züge war nicht überall vorhanden.
Die Umsetzung in mehreren Nordseehäfen erfordert eine enge Abstimmung mit Hafenbetreibern, Bahnbetreibern und weiteren Beteiligten. Dabei mussten:
• betriebliche Abläufe des Bahn- und Hafenverkehrs berücksichtigt,
• sicherheitsrelevante Vorgaben (z.B. Arbeitsschutz, Zugang zu Gleisanlagen) eingehalten,
• und witterungsbedingte Einflüsse auf Sicht und Technik (Nebel, Regen, Salznebel) in der Planung bedacht werden.
Zielsetzung des Projekts
Transparente und dokumentierte Zugbewegungen im Hafen
Die Kameralösungen sollten mehrere Ziele gleichzeitig erfüllen:
• Automatisierte Erfassung einfahrender Züge
Jeder Zug, der das Hafengebiet an definierten Punkten befährt, sollte erfasst und visuell dokumentiert werden.
• Unterstützung der späteren Auswertung
Die Videodaten sollten so bereitgestellt werden, dass eine nachgeschaltete Software Zugbewegungen zuverlässig identifizieren, zuordnen und zeitlich dokumentieren kann.
• Mehr Sicherheit im operativen Betrieb
Durch die visuelle Überwachung von Einfahrten, Bahnübergängen und angrenzenden Flächen sollten Gefährdungen frühzeitig erkannt und Prozesse sicherer gestaltet werden.
Technische Umsetzung in Kürze

Kamerapositionen an Gleiszufahrten
An den relevanten Gleiszufahrten der Nordseehäfen wurden fest installierte IP-Kameras angebracht. Die Standorte wurden so gewählt, dass:
• einfahrende Züge frühzeitig im Bild erscheinen,
• relevante Zugteile (z.B. Lok, Wagenreihen, Kennzeichnungen) gut erkennbar sind,
• Blendungen durch Gegenlicht oder Scheinwerfer möglichst reduziert werden.
Je nach örtlicher Situation kommen seitliche Ansichten, schräge Frontansichten oder erhöhte Perspektiven zum Einsatz.
Angepasste Optik und Bildparameter
Für eine zuverlässige Auswertung wurden Optik und Kameraeinstellungen auf die Anforderungen der Auswertesoftware abgestimmt:
• geeignete Brennweiten für die notwendige Bildbreite und Detailtiefe,
• passende Belichtungs- und Verschlusszeiten zur Minimierung von Bewegungsunschärfe,
• definierte Bildraten und Auflösungen für eine stabile Verarbeitung.
So entstehen konsistente Videodaten, die sich automatisiert analysieren lassen.
Anbindung an die Auswertesoftware
Die Kamerasysteme liefern ihre Videoströme an eine zentrale Infrastruktur, von der aus die nachgeschaltete Software die Daten verarbeitet. Die Software:
• erkennt einfahrende Züge,
• kann Bewegungsabläufe analysieren und zeitlich dokumentieren,
• ermöglicht eine spätere Recherche von Zugbewegungen.
Wir stellen sicher, dass die Kameradaten in geeigneten Formaten, mit stabiler Netzwerkanbindung und der erforderlichen Qualität bereitgestellt werden.
Robuste Technik für Hafenbedingungen
Aufgrund der rauen Umgebung in Nordseehäfen (Wind, Regen, salzhaltige Luft, Betrieb rund um die Uhr) wurden Kameras und Montageelemente in robusten, witterungsbeständigen Ausführungen gewählt. Gehäuse, Halterungen und Verkabelung sind für den Langzeitbetrieb im Außenbereich ausgelegt.

Mehrwert des Projekts
Transparente Zugbewegungen
Einfahrende Züge werden visuell dokumentiert und können bei Bedarf eindeutig zugeordnet und nachvollzogen werden.
Unterstützung betrieblicher Abläufe
Die aus den Videodaten gewonnenen Informationen unterstützen Disposition, Planung und Kommunikation mit Partnern im Hafenverbund.
Erhöhte Sicherheit an Schnittstellen
Kameras überwachen kritische Punkte wie Bahnübergänge, Gleiskreuzungen und angrenzende Betriebsflächen – potenzielle Gefährdungen werden schneller erkannt.
Verlässliche Datengrundlage für Auswertungen
Einheitliche Bildqualität und abgestimmte Parameter ermöglichen der nachgeschalteten Software eine präzise Erkennung und Dokumentation.
Skalierbare Lösung
Das System kann auf weitere Zufahrten, zusätzliche Kameras oder neue Auswertungsfunktionen erweitert und an künftige Anforderungen angepasst werden.
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